burn-it | just fitness: Ganzheitliche Betreuung statt Hochglanzkonzept

Wer kennt es nicht: Man steht vor einem Fitnesscenter und ist davon überzeugt, auf Angebot, Klientel und Positionierung schliessen zu können. Aber gerade wenn ein Konzept nicht allein auf Marketingstrategien gründet, sondern durch die persönliche und berufliche Entwicklung der Inhabenden „gewachsen“ ist, passen das äussere Erscheinungsbild und die inneren Werte manchmal erst auf den zweiten Blick zusammen. Und genauso ist es beim burn-it | just fitness.

Schaut man sich die aktuelle Website des burn-it | just fitness an, glaubt man, „den Plan im Sackerl“ zu haben: dunkle Atmosphäre, nur Plate-loaded- oder Steckgewichtgeräte, zwei trainierte Betreibende … Aber dann unterhält man sich mit diesen Menschen, lernt sie, ihre Philosophie und ihr wirkliches Studiokonzept kennen und wird überrascht.

Branchentreue und Betreuungsqualität

Birgit und Daniel Schlerith, die beiden Inhabenden des burn-it | just fitness, stehen als allererstes für Branchentreue und Betreuungsqualität: Sowohl Birgit, die gerade ihre Bachelor-Thesis im Studiengang Sport- und Bewegungstherapie schreibt, als auch Daniel, der einen Master-Abschluss Prävention und Gesundheitsmanagement mit Schwerpunkt Coaching und rehabilitatives Training hat, sind seit über 20 Jahren in der Branche und haben in den unterschiedlichsten Studios gearbeitet und verschiedenste Qualifikationen absolviert.

Gerade Daniel wollte sich nach Jahren endlich selbst in einem Studio verwirklichen, das durch ein einzigartiges und unschlagbares Betreuungskonzept glänzt, ähnlich wie sein Vorbild, das Manhattan Fitness Wien. Das Resultat: das PRIVATE-TRAINING™, ein reines Personal-Training-Center, in dem Daniel und Birgit – sie lernten sich kurz nach der Eröffnung des Centers kennen – mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz brillierten.

2019 wollten sie sich mit PRIVATE-TRAINING™ von 60 auf 100 Quadratmeter vergrössern und gleichzeitig ein Fitnesscenter „nur in besser“ eröffnen: Das burn-it | just fitness in Münchendorf sollte als hochwertiges Standardfitnesscenter inklusive Personal Training die wirtschaftliche Basis bilden. Der Plan war, dass die beiden sich örtlich aufteilen, also eine Person im PRIVATE-TRAINING™, die andere im burn it | just fitness. Aber dann kam Corona. „Wir mussten uns auf das burn-it | just fitness konzentrieren, um keinen wirtschaftlichen Schiffbruch zu erleiden. Und haben kurzerhand unser ‚Herzenskonzept‘ von PRIVATE-TRAINING™ ins Konzept vom burn-it | just fitness überführt. Im Fokus stand dabei aber immer, dass wir unsere Kundschaft bestmöglich versorgen“, gibt Daniel offen zu. „Auch wenn die Website oder die Optik des Studios eigentlich nur zum alten Konzept des Studios passen, hat es uns in der Mitgliedergewinnung nicht wirklich geschadet. Wir machen sowieso keine Werbung und setzen ausschliesslich auf Mundpropaganda und das funktioniert einwandfrei“, so Birgit.

Das volle Programm

Die beiden vereinten also kurzerhand das Konzept des burn-it | just fitness mit dem von PRIVATE-TRAINING™: Wer möchte, kann als „normales“ Mitglied ohne viel Chichi und ganz für sich trainieren; kurzes Onboarding und dann geht’s direkt los. Oder – und darauf liegt der klare Fokus der beiden – man setzt auf das volle Programm:

„Wir nehmen uns gerade am Anfang sehr viel Zeit für unser Neumitglied. Mehr als eine Stunde für ein individuelles Anamnesegespräch sind gerade bei Menschen mit Prädispositionen keine Seltenheit. Wenn nötig, lassen wir uns auch ein aktuelles Blutbild zeigen und einen ärztlichen Befund aushändigen“, erzählt Daniel. „Wir wollen uns einen ganzheitlichen Überblick über die körperliche Konstitution verschaffen: Ausdauerleistungstests mit Vitaltest, FMS, Krafttestung und BIA-Messung. Diese umfassenden Massnahmen müssen die Neumitglieder aber nicht einzeln bezahlen. Sie sind in das Onboarding integriert. Dadurch können wir sicherstellen, dass wir wirklich alle notwendigen Daten erhalten, und die Mitglieder zahlen nur die Zeit mit uns. Danach erstellen wir einen optimalen Trainingsplan, der alle Prädispositionen und den aktuellen Gesundheitszustand berücksichtigt“, sagt Birgit.

Nach diesem umfassenden freiwilligen Onboarding haben die Trainierenden zwei Möglichkeiten: allein weitertrainieren und eventuell alle paar Wochen einen „Re-check“ durchführen. Oder sie werden zu Personal-Training-Kundschaft und trainieren immer mit Birgit oder Daniel an ihrer Seite. „Diese Möglichkeit wird vor allem von Menschen mit einschlägigen Vorerkrankungen genutzt“, berichtet Daniel.

Von zwölf bis über 80

Dass hier ein PT-Studio mit einem Fitnesscenter vereint wurde, sieht man auch an dem Altersschnitt im Center: Die grösste Mitgliedergruppe ist zwischen Ende 30 und Anfang 50 – die Jüngsten sind zwölf, die Ältesten über 80 Jahre – und sogar über 90 Jahre, wenn man die Hausbesuche mitzählt. Ihre Zielgruppe sind sowohl Menschen, die einfach gutes angeleitetes Fitnesstraining zu schätzen wissen, als auch Menschen mit Verletzungen oder teils schweren Vorerkrankungen wie Parkinson oder auch Krebs.

Nicht das vermeintlich ideale Körperbild

So ganz können sich Birgit und Daniel aber doch nicht vom Muckibudenimage lossagen. Vor allem, wenn man sich ihre Geräteauswahl ansieht: viel Plate-loaded, Steckgewichte, Kurzhanteln und vor allem ganz viel Freifläche.

Der Grund: In Birgits und Daniels Philosophie geht es darum, dass die Trainierenden durch die Übungen wieder zu sich selbst finden. Sie sollen nicht nur stärker und agiler werden, sie sollen sich auch wieder mit ihrem Körper verbinden. Und das sollen sie erreichen, indem sie sich einzig auf sich und ihren Körper konzentrieren. Denn bei vielen sei diese Verbindung durch den heutigen Lebensstil mit viel Sitzen, wenig Bewegung und extra viel Bildschirmzeit oder eben durch einen Unfall bzw. eine Erkrankung verloren gegangen. „Wir müssen unsere 400 Quadratmeter so sinnvoll wie möglich nutzen. Gerade für Maschinen zum isolierten Training haben wir deswegen keinen Platz“, sagt Daniel. Birgit ergänzt: „Ich muss auch sagen, dass wir genauso wie die Gesellschaft generell in den letzten Jahren eine Entwicklung durchlaufen haben, die man eben auch an unserem Gerätepark sieht: Es kommt nicht mehr auf das vermeintlich ideale Körperbild an, sondern darauf, dass der Körper stabil, kräftig und leistungsfähig ist.“

Selbstständigkeit statt Abhängigkeit

Auch wenn es wirtschaftlich gesehen womöglich nicht die beste Vorgehensweise ist, wollen die beiden ihre Kundschaft unabhängig von ihnen machen: Sie wollen sie zur Selbstständigkeit erziehen. „Den Trainierenden soll es wieder gut gehen, sie sollen ihr Ziel erreichen und wieder ein selbstbestimmtes Leben führen. Wir wollen sie dazu erziehen, dass sie ihr Training eigenverantwortlich absolvieren können. Ich habe beispielsweise in der Kundschaft einige Trainierende, die seit einem Jahrzehnt zu mir kommen, aber immer nur einmal alle paar Monate sozusagen zur Kontrolle, das warʼs“, so Daniel. Birgit sieht das ähnlich: „Wir sind in dem Sinne schlechte Verkäufer, weil wir nichts versprechen, was wir nicht halten können. Und letztlich leben wir ja von positiver Mundpropaganda. Da ist es doch das beste Beispiel, wenn jemand mit uns so weit kommt, dass er oder sie ganz unabhängig von uns trainieren kann.“

Ernährung, Schlaf und hormonelles Gleichgewicht

Mittlerweile liegt natürlich klar auf der Hand, dass Birgit und Daniel Schlerith Gesundheit weit grösser als Fitnesstraining allein fassen: Für sie zählen Ernährung, Schlaf, hormonelles Gleichgewicht etc. genauso auf das „Gesundheitskonto“ ein. Deswegen arbeiten sie eng mit einer Ärztin, mit drei Physiotherapeuten und einem Orthopäden sowie mit zwei Ernährungswissenschaftlerinnen zusammen, die ihnen bei der Entwicklung des Trainingsplans zur Seite stehen und generell wichtigen Input für die ganzheitliche, individuelle Beratung ihrer Kundschaft geben. Sie setzen allerdings auch auf Supplemente. Aber immer individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse und letztlich auf die Befunde der Trainierenden. Ein absolutes No-Go für die beiden: Supplemente um der Supplemente willen.

Aufklärung in Gesundheitsfragen

Sie setzen sich aber noch ganz anders für die Aufklärung in Gesundheitsfragen ein: Daniel versucht als Dozent und als das „wandelnde Lexikon“, wie ihn seine Frau beschreibt, der nächsten Trainergeneration so viel Wissen wie möglich zu vermitteln, damit sie im Berufsalltag ihrer Kundschaft bestmöglich zur Seite stehen können. Birgit geht direkt an die Zielgruppe: Sie klärt mit gezieltem Content zunächst via WhatsApp für ihre Kundschaft und dann auch über einschlägige Social-Media-Kanäle über Mythen, Irrglauben oder schlichtweg Falschinformationen rund um Training, Hormonhaushalt und Ernährung auf.

Menopause als ein Schwerpunkt

Besonders das Thema Menopause macht sie aktuell zu einem ihrer Schwerpunkte, nicht nur in ihrer Bachelor-Thesis: „Ich möchte Frauen mit ihren Problemen ernst nehmen und darauf hinweisen, dass die Beschwerden nicht mit einem Drink X oder einem Supplement Y verschwinden. Deswegen arbeite ich aktuell gemeinsam mit einer Ärztin an einem Konzept für Frauen in der Menopause, das ebendiese Aspekte Ernährung, Training, Hormonhaushalt, Regeneration etc. berücksichtigt“, sagt Birgit. Sie spricht sogar von einer geplanten „Grossoffensive“ für Frauen – wir dürfen also gespannt sein.

Authentisch, real und erfolgreich

Vielleicht ist es am Ende genau das, was das burn-it | just fitness so interessant macht: Hinter einer dunklen, womöglich etwas abschreckenden Fassade steckt ein durch Erfahrungen, Rückschläge und Durchhaltevermögen gewachsenes Betreuungskonzept, das Gesundheit in seiner Gänze zu fassen versucht. Das Studio ist damit vielleicht kein Hochglanzkonzept aus dem Lehrbuch. Aber gerade das macht es authentisch, real und letztlich auch erfolgreich.

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