„Dieser Austausch erweitert meinen Horizont“

Neugier, Disziplin und der Wunsch, Dinge zu begreifen: Daniel Spinnler möchte die Gesundheits- und Fitnessbranche in ihrer gesamten Tiefe verstehen. Im Interview spricht der 34-Jährige über seinen Weg vom Bau zum Studium B. A. Fitnessökonomie an der SAFS Hochschule – und wirft einen persönlichen wie fachlichen Blick auf die Zukunft.

FITNESS TRIBUNE: Was hat dich motiviert, ein Bachelor- Studium in Fitnessökonomie zu beginnen und weshalb gerade an der SAFS Hochschule?

Daniel Spinnler: Ich war schon immer neugierig und hatte das Bedürfnis, Dinge wirklich zu verstehen – nicht nur oberflächlich, sondern von Grund auf. Nach rund zehn Jahren, in denen ich überwiegend als Maurer gearbeitet und zu-sätzlich verschiedene andere Tätigkeiten ausgeübt habe, war für mich klar: Ich möchte nochmals neu anfangen und mich weiterentwickeln. Das Physikstudium – eine grosse Leidenschaft von mir – habe ich zwar nicht abgeschlossen,doch mein Interesse an Naturwissenschaften ist geblieben.Gleichzeitig begleitet mich der Sport mein ganzes Leben. Irgendwann wurde mir klar: Warum nicht beides verbinden? Ich wollte jedoch nicht nur Trainer sein, sondern die Fitness und Gesundheitsbranche in ihrer gesamten Tiefe verstehen – physiologisch, ökonomisch und strukturell. Nach intensiver Recherche hat mich das duale Studium an der SAFS Hochschule überzeugt. Sie ist die einzige Hochschule in meiner Nähe, die ein duales Studium anbietet. Für mich war entscheidend, Theorie und Praxis zu verbinden und gleichzeitig finanziell unabhängig zu bleiben.

Was bedeutet Fitness für dich, eher Lifestyle, Leidenschaft oder Berufung?

Sport begleitet mich schon mein ganzes Leben und ist für mich weit mehr als nur ein Hobby – es ist meine Leidenschaft. Bereits als Kind begann ich mit Fussball, später kamen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai und Brazilian Jiu-Jitsu hinzu. Im Erwachsenenalter entdeckte ich das Krafttraining – zunächst aus Interesse, dann aus Überzeugung. Es hat mir gezeigt, wie stark Training Körper und Geist formen kann. Heute ist Fitness für mich Leidenschaft und Berufung zugleich. Es geht nicht nur um Leistung, sondern um Substanz: belastbar sein, widerstandsfähig bleiben, Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen.

Wie sieht dein Alltag als Student an der SAFS Hochschule aus? Wie bekommst du es hin, Studium, Training und Job unter einen Hut zu bringen?

Mein Studium ergänzt meine Tätigkeit in der Forschungsabteilung bei Kieser ideal. Bei Kieser habe ich die Möglichkeit, das im Studium erworbene Wissen direkt praktisch anzuwenden und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Oft findet man Gründe, warum man Training, Beruf und Studium angeblich nicht miteinander vereinbaren kann, doch letztlich sind es meist nur Ausreden. Wenn man seine Prioritäten bewusst setzt, findet sich immer Zeit für ein Training.

Die Fitness- und Gesundheitsbranche verändert sich ständig. Wo siehst du dich in dieser Welt in Zukunft – eher als Unternehmer, Coach oder Manager?

Mich interessiert vor allem die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Ich möchte mein Wissen in Sportwissenschaft und Physiologie weiter vertiefen und wissenschaftlich arbeiten. Gleichzeitig ist mir der direkte Kontakt mit Menschen sehr wichtig. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, nebenberuflich als (Personal) Trainer tätig zu sein, um mein Wissen auch praktisch weiterzugeben.

Wie hat dich das Studium persönlich und fachlich an der SAFS Hochschule bisher geprägt?

Die SAFS Hochschule fordert mich fachlich und strukturiert mein Denken neu. Sie bietet mir nicht nur eine qualitativ hochwertige Ausbildung, sondern auch die Möglichkeit, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen und ein wertvolles Netzwerk aufzubauen. Ein Netzwerk von Menschen, die die Branche nicht nur konsumieren, sondern gestalten wollen. Dieser Austausch erweitert meinen Horizont – fachlich wie persönlich. Auch meine Mitstudierenden sind äusserst sympathisch und bringen alle einen spannenden Hintergrund mit, von dem ich viel lernen und profitieren kann.

Welche Trends – etwa Gesundheit, Prävention, Nachhaltigkeit oder digitale Fitness – werden deiner Meinung nach die Zukunft der Branche prägen?

Der demografische Wandel zeigt deutlich: Wir werden älter, aber nicht automatisch gesünder. Um bis ins hohe Alter ein gesundes und erfülltes Leben führen zu können, ist es entscheidend, sich bereits in jungen Jahren bewusst mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und eine Art „Rüstung“ aufzubauen. Ich bin daher überzeugt, dass sich die Branche künftig noch stärker auf Gesundheit, Prävention und Nachhaltigkeit ausrichten wird – weg vom kurzfristigen Effekt, hin zur langfristigen Substanz.

Welchen Rat würdest du Studieninteressierten geben, die überlegen, ein Studium in Fitnessökonomie zu beginnen – und warum würdest du dich wieder für die SAFS Hochschule entscheiden?

Wer sich ehrlich für den menschlichen Körper interessiert und mehr wissen möchte als das, was in Social Media kursiert, findet im Studium Fitnessökonomie eine fundierte Grundlage. Es ist interdisziplinär aufgebaut und vermittelt nicht nur Trainingslehre, sondern auch wirtschaftliche, physiologische und strukturelle Zusammenhänge.

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