Die Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, herausgegeben vom DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – in Kooperation mit Deloitte sowie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), zeigt klar auf: Die deutsche Fitnessbranche befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Sowohl die Zahl der Mitglieder als auch Umsätze und Anlagen nehmen zu, ebenso die Marktdurchdringung. Zusätzlich tragen Aggregatoren zur weiteren Ausweitung des Marktes bei. Umfangreiche Investitionen in Personal und Infrastruktur unterstreichen die wachsende Relevanz der Branche innerhalb des Präventionsmarktes.
Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche setzt ihren Wachstumskurs fort und erreicht neue Bestwerte. Dies zeigt die aktuelle Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, die der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen – gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) veröffentlicht hat.
Deutsche Fitnessbranche erreicht neues Rekordniveau
Mit 12,36 Millionen Mitgliedern, einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro und insgesamt 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen zeigt sich die Branche wirtschaftlich äußerst robust und gesellschaftlich relevanter denn je. Gegenüber 2024 stieg die Mitgliederzahl um 5,6 Prozent, während der Umsatz ein Plus von 7,4 Prozent verzeichnete. Auch die Anzahl der Anlagen nahm mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent weiter zu. Parallel dazu wuchs die Beschäftigtenzahl auf rund 167.100 Mitarbeitende, was einem Anstieg von 6,0 Prozent entspricht. Die Marktdurchdringung erreichte 14,8 Prozent, sodass mittlerweile nahezu jede siebte Person in Deutschland in einer Fitness- oder Gesundheitsanlage trainiert. Zusätzlich gewinnen Aggregatoren weiter an Bedeutung und kommen auf 1,47 Millionen Mitgliederäquivalente, was einem deutlichen Wachstum von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt erreicht die Branche damit ein neues Rekordniveau – sowohl im Hinblick auf die Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsangeboten als auch auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
Fitness- und Gesundheitstraining gewinnt weiter an gesellschaftlicher Bedeutung
Ralf Capelan, Mitglied des Vorstands und Schatzmeister des DSSV, ordnet die Entwicklung ein: „Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Fitness- und Gesundheitstraining für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist. Unsere Branche leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland.“ Die steigende Nachfrage unterstreicht zugleich die Rolle der Be treiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen als zentrale Akteure im Präventions- und Gesundheitsmarkt.
Die steigende Nachfrage unterstreicht die zentrale Rolle der Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen im Präventions- und Gesundheitsmarkt.
Wirtschaftliche Stärke trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
Auch wirtschaftlich präsentiert sich die Branche weiterhin stabil. Mit einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro wurde ein neuer Höchstwert erreicht.
Der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag liegt branchenweit bei 48,55 Euro (brutto). Dabei zahlen Mitglieder in Kettenanlagen im Durchschnitt 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro, während Special-Interest-Studios im Schnitt 80,02 Euro pro Monat verlangen.
Karsten Hollasch, Partner bei Deloitte und Co-Autor der Studie, erklärt: „Die Fitnessbranche zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Bereitschaft der Menschen hoch, in ihre Gesundheit zu investieren. Das unterstreicht die langfristige Wachstumsdynamik und die zunehmende Bedeutung der Branche.“
Aggregatoren treiben Marktdurchdringung weiter voran
Auch Aggregatoren gewinnen in der deutschen Fitnesswirtschaft weiter an Bedeutung und tragen wesentlich zur erweiterten Marktdurchdringung bei. Im Jahr 2025 werden zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über Aggregatorenmodelle in Fitness- und Gesundheitsanlagen trainieren. Werden diese Mitglieder berücksichtigt, steigt die Gesamtzahl der Trainierenden auf 13,83 Millionen. Dies entspricht einer Reaktionsquote von rund 16,5 Prozent. Aggregatoren sind im Markt fest etabliert: 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland sind bereits an mindestens ein entsprechendes Netzwerk angebunden. Die Entwicklung zeigt, dass Aggregatoren neue Zielgruppen erschliessen und den adressierbaren Markt vergrössern, ohne dabei klassische Mitgliedschaften primär zu substituieren.
Qualifiziertes Personal als zentraler Erfolgsfaktor
Mit rund 167.100 Beschäftigten ist die Fitness- und Gesundheitsbranche ein bedeutender Arbeitgeber im Dienstleistungssektor. Hervorzuheben ist insbesondere die hohe Investitionsbereitschaft in die Personalentwicklung: 95,3 Prozent der Anlagenbetreiber investieren in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.
Für Janosch Marx, 2. Vorsitzender des DSSV, ist dies entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche: „Gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind die Kompetenzträger der Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die hohe Weiterbildungsquote zeigt, dass die Branche konsequent in ihr Personal investiert und damit die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Betreuung und nachhaltigen Erfolg schafft.“
Hohe Investitionsbereitschaft und moderne Anlagen
Neben der Ausbildung ihres Personals investieren Betreiber weiterhin stark in ihre Anlagen und Infrastruktur. Im Jahr 2025 belief sich das Investitionsvolumen der Branche auf rund 798 Millionen Euro (netto). Das entspricht durchschnittlich Investitionen in Höhe von 83 Tausend Euro (netto) pro Anlage. Rund 80 Prozent der Betriebe planen, im Jahr 2026 Investitionen zu tätigen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Betreiber kontinuierlich daran arbeiten, die Trainingsbedingungen, die Servicequalität und das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.
Fitness als wichtiger Baustein der Prävention
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen den hohen gesundheitlichen Mehrwert von regelmässigem Kraft- und Ausdauertraining. Fitness- und Gesundheitstraining trägt massgeblich zur Prävention zahlreicher Zivilisationskrankheiten bei und gewinnt daher auch gesundheitspolitisch zunehmend an Bedeutung.
Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin Wissenschaft und Forschung an der DHfPG, betont: „Regelmässiges Training in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktivetwas für ihre Gesundheit tun. Gesundheit ist für Einige dabei nur der ´positive Nebeneffekt´, für viele aber zentrales Trainingsmotiv.“
Sarah Kobel ergänzt: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Gesundheit ist für Einige dabei nur der ‚positive Nebeneffekt‘, für viele aber zentrales Trainingsmotiv.“
Positive Perspektiven für die kommenden Jahre
Die Studie macht deutlich, dass sich die Fitness- und Gesundheitsbranche weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Steigende Mitgliederzahlen, eine hohe Investitionsbereitschaft und eine zunehmende gesellschaftliche Bedeutung bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Marktes.
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