Mit FIBO Women’s Health widmet die FIBO 2027 erstmals eine eigene Halle der Frauengesundheit. In Halle 5.1 stehen Training, Ernährung, Prävention, Diagnostik und FemTech im Mittelpunkt. Unter dem Leitgedanken „Female Performance, Prevention & Longevity“ soll eine Plattform für Wissen, Austausch und innovative Gesundheitsangebote entstehen.
Frauen leben im Durchschnitt länger als Männer, verbringen jedoch rund 25 Prozent mehr Lebenszeit bei schlechter Gesundheit. Auf diese Diskrepanz verweist das McKinsey Health Institute in seiner Analyse zur globalen Gesundheitslücke zwischen den Geschlechtern aus dem Jahr 2025. Mit FIBO Women’s Health greift die FIBO diese Herausforderung auf und bündelt 2027 erstmals verschiedene Angebote rund um die Gesundheit von Frauen unter einem Dach. Ziel ist es, Wissen zugänglicher zu machen, bestehende Angebote zu vernetzen und neue Impulse für Prävention und Gesundheitsversorgung zu setzen.
Frauengesundheit über alle Lebensphasen hinweg
Das Konzept umfasst ein breites Themenspektrum. Dazu gehören Körperbewusstsein, Bewegung, Zyklus, Ernährung und reproduktive Gesundheit ebenso wie Schwangerschaft, Regeneration und die Zeit nach der Geburt. Auch Perimenopause und Menopause, Schlaf, Stress, Stoffwechsel sowie Muskel- und Knochengesundheit werden berücksichtigt.
Mit zunehmendem Alter gewinnen zudem Muskelkraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht an Bedeutung. Die neue Themenhalle soll diese unterschiedlichen Bedürfnisse aufgreifen und Frauengesundheit nicht auf einzelne Lebensphasen oder Beschwerdebilder reduzieren. „Frauengesundheit beeinflusst, wie selbstbestimmt Frauen ihr Leben gestalten können – im Beruf, in der Familie und bei ihren persönlichen Zielen. Frauengesundheit darf nicht auf einzelne Lebensphasen oder Beschwerdebilder reduziert werden“, sagt Silke Frank, Event Director der FIBO. Sie ergänzt: „Mit FIBO Women’s Health schaffen wir einen Ort, an dem Wissen, Praxis und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und aus einzelnen Angeboten eine vernetzte Community für den gesamten weiblichen Healthspan entstehen kann.“
Women’s Health Stage als wichtige Plattform
Im Zentrum der Halle 5.1 wird die Women’s Health Stage an allen vier Messetagen ein Programm aus Vorträgen und Diskussionsrunden bieten. Fachleute aus Wissenschaft, Medizin und Verbänden kommen dort ebenso zu Wort wie Unternehmen und Creator. Ergänzt wird das Programm durch Formate wie den Ladies Lunch und die Verleihung des RX Female Award. Besucherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, sich über aktuelle Erkenntnisse und innovative Lösungen zu informieren sowie direkt mit Fachleuten und Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Auch für Unternehmen bietet die Plattform die Möglichkeit, ihre Angebote in einen grösseren gesundheitlichen Kontext einzuordnen und Kontakte zu Fachpublikum und Privatbesuchern zu knüpfen. Das Angebot richtet sich unter anderem an Trainer, Ärzte, Betreiber von Gesundheitsangeboten, Einkäufer und Arbeitgeber sowie an Frauen selbst, ihre Angehörigen und weitere Interessierte.
Internationale Kooperation für mehr Sichtbarkeit
Bei der Entwicklung von FIBO Women’s Health arbeitet die Messe mit The Collective und dessen Mitgründerin Jennifer Halsall zusammen. Die internationale Community engagiert sich für mehr Gleichstellung in der Frauengesundheit und in Führungspositionen. Damit knüpfen die Partner an ihre Zusammenarbeit beim Women’s Leadership Summit an und wollen das Thema 2027 mit weiteren Angeboten voranbringen. Auch auf europäischer Ebene gewinnt Frauengesundheit an Bedeutung. Die Europäische Kommission kündigt in ihrer Gleichstellungsstrategie 2026–2030 eine Initiative mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen an. Zudem ist eine Untersuchung zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitslücke geplant, unter anderem mit Blick auf die Menopause.
„Mit FIBO Women’s Health wollen wir dazu beitragen, dass Frauengesundheit sichtbarer und stärker vernetzt wird“, sagt Lucile Sannino, Senior Event Manager der FIBO und Verantwortliche für FIBO Women’s Health.
Die ersten Aussteller und Partner könnten die neue Plattform von Beginn an mitgestalten, ihre Expertise einbringen und die weitere Entwicklung des Themenbereichs mitprägen, so Sannino.
Frauengesundheit als wirtschaftlicher Faktor
Neben der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Bedeutung rückt auch das wirtschaftliche Potenzial stärker in den Fokus. Laut World Economic Forum und McKinsey Health Institute könnte das Schliessen des Gender Health Gap bis 2040 jährlich mindestens eine Billion US-Dollar zur weltweiten Wirtschaftsleistung beitragen. Die FIBO bringt bereits heute ein internationales Publikum aus der Fitness- und Gesundheitsbranche zusammen. Bei der Messe 2026 wurden nach Veranstalterangaben 175.173 Besucherinnen und Besucher aus 136 Ländern sowie 1.015 Aussteller aus 54 Ländern gezählt. Mehr als die Hälfte des Publikums war weiblich. Mit der neuen Themenhalle will die FIBO diese Reichweite nutzen, um Frauengesundheit stärker in den Mittelpunkt des Branchendialogs zu rücken und den Austausch zwischen Wissenschaft, Medizin, Fitness und Wirtschaft zu fördern.
Quellen: McKinsey Health Institute (2025), Europäische Kommission (2026), FIBO / RX Deutschland.




