„Es ist eine grosse Chance, von erfahrenen Profis zu lernen“

Tanja Dobriian ist in der Fitnessbranche aktiv und konnte in der Ukraine bis zur Regionaldirektorin aufsteigen. Heute arbeitet sie in der Schweiz, unter anderem als Gruppenfitnessmanagerin im Sportcenter Schumacher in Dübendorf. Um ihre Qualifikationen weiter auszubauen, studiert die 42-Jährige derzeit den dualen Bachelor in Fitnessökonomie an der SAFS Hochschule für Bewegungs- und Gesundheitsmanagement. Im Gespräch mit der FITNESS TRIBUNE berichtete sie über ihr Studium und ihre beruflichen Ziele.

FITNESS TRIBUNE: Tanja, du bist seit vielen Jahren als Fitnesstrainerin tätig und studierst aktuell an der SAFS Hochschule Fitnessökonomie (B. A.). Was hat dich dazu bewegt, dich nochmals für ein Studium zu entscheiden?

Tanja Dobriian: Durch meinen Umzug in die Schweiz vor fünf Jahren war für mich klar, dass ich mich auch hier beruflich weiterentwickeln und langfristig ankommen möchte. Ich wollte meinen Weg im Fitnessbereich nicht einfach fortsetzen, sondern mich bewusst hier vor Ort weiterqualifizieren. Die SAFS Hochschule gilt für mich als eine der führenden Ausbildungsinstitutionen im Fitness- und Gesundheitsbereich. In meiner bisherigen Laufbahn lag der Fokus stark auf der Praxis. Mit dem Studium der Fitnessökonomie möchte ich mein Wissen gezielt erweitern, vor allem im wirtschaftlichen und strategischen Bereich, um für zukünftige Projekte gut vorbereitet zu sein.

Du absolvierst dein Studium dual. Warum war dir diese Kombination aus Theorie und Praxis besonders wichtig?

Mir ist diese Kombination besonders wichtig, weil ich das Gelernte direkt in meiner täglichen Arbeit umsetzen kann. Dadurch setze ich mich viel intensiver mit den Inhalten auseinander und sehe schnell, was funktioniert. Diese Entwicklung wird auch von meinem Umfeld sowie von Kundinnen und Kunden wahrgenommen – und genau dieses direkte Feedback motiviert mich sehr, kontinuierlich weiterzulernen.

Wie erlebst du den Spagat zwischen Studium, Beruf und Trainingsalltag und was nimmst du persönlich daraus mit?

Ganz ehrlich: Es ist oft sehr herausfordernd. Mit einem kleinen Kind ist Zeit immer knapp, und nicht alles funktioniert perfekt. Gerade deshalb habe ich gelernt, wie wichtig Disziplin, Organisation und klare Strukturen sind. Mit jedem Modul merke ich, dass ich strukturierter werde und meinen Alltag effizienter gestalte. Davon profitiere ich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich.

Gibt es Inhalte oder Vorlesungen im Studium Fitnessökonomie, die dich besonders begeistern?

Grundsätzlich finde ich viele Inhalte spannend, vor allem, weil sie sehr praxisnah vermittelt werden. Selbst Themen wie wissenschaftliches Arbeiten oder Betriebswirtschaftslehre, die auf den ersten Blick eher trocken wirken, sind interessant aufbereitet. Besonders wichtig für mich sind die Themen rund um den Fitnessmarkt und die betriebswirtschaftlichen Inhalte, da sie eine zentrale Grundlage für meine weitere berufliche Entwicklung bilden.

Welche Vorlesung hat dir bisher einen ganz neuen Blick auf die Fitness- und Gesundheitsbranche eröffnet – und warum?

Besonders prägend waren für mich die Module Fitnessmarkt und Betriebswirtschaftslehre. Ich bringe viel Erfahrung aus meiner Heimat mit und kannte den Markt dort sehr gut. In der Schweiz musste ich vieles neu lernen. Diese Module haben mir geholfen, den Schweizer Fitnessmarkt besser zu verstehen – seine Strukturen, Regeln und wirtschaftlichen Zusammenhänge. Dieses Wissen gibt mir Orientierung und hilft mir, meine beruflichen Schritte hier bewusster zu planen.

Die Fitnessbranche befindet sich im Wandel. Welche Themen aus dem Studium empfindest du als besonders zukunftsrelevant?

Die Fitnessbranche entwickelt sich sehr dynamisch, und um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Angebote ständig weiterentwickelt werden. Besonders zukunftsrelevant sind für mich die Themen Kommunikation und Servicemanagement sowie Fitnessmanagement und Marketing. Kommunikation schafft Vertrauen und Bindung, gutes Servicemanagement sorgt für Qualität und Zufriedenheit. Fitnessmanagement und Marketing sind entscheidend, um den Markt zu verstehen, Nachfrage richtig einzuschätzen und Angebote gezielt zu positionieren. Wer diese Bereiche miteinander verbinden kann, hat aus meiner Sicht die besten Voraussetzungen, sich auch in Zukunft erfolgreich im Fitnessbereich zu entwickeln.

Wie beeinflusst das Studium deine langfristigen beruflichen Ziele?

Für mich ist das Studium ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Es gibt mir Sicherheit, stärkt mein Selbstvertrauen und lässt mich insgesamt professioneller auftreten und handeln. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass sich meine Ziele im Laufe des Studiums noch verändern werden. Ich weiss heute noch nicht im Detail, wie ich mich langfristig beruflich verwirklichen werde. Aber ich bin überzeugt, dass mir das Studium die nötigen Werkzeuge, die Klarheit und die Orientierung gibt, um meinen Weg bewusst zu gestalten und Ziele bei Bedarf anzupassen.

Welchen Rat würdest du Trainern geben, die überlegen, an der SAFS Hochschule ein duales Studium in Fitnessökonomie zu beginnen?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen: Habt keine Angst und zögert nicht. Bleibt offen, geniesst und saugt alles auf, was das Studium bietet. Es ist eine grosse Chance, von erfahrenen Profis zu lernen, sich inspirieren zu lassen und sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Ähnlich wie im Training gilt auch hier: Wir sollten nicht stehen bleiben. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Weiterbildung bedeutet, sich selbst weiter zu „trainieren“ – und genau das macht langfristig den Unterschied.

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